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Tuesday, 16. January 2018

Der Lächler Nr.1 – über den Mut der (Sehn)-sucht anders zu begegnen.
Eine Einführung ins Thema Alkohol

Es ist ein Donnerstagnachmittag, 16:00. Ich stehe vor der roten Ampel in der

Wittener Innenstadt. Ein Blick nach links und ich bin wieder zurück im Leben. Zwei Jungs, geschätzt ca. 14 Jahre alt, genießen grade ihre Flasche Bier. Die vollen Rucksäcke lassen darauf schließen, dass dies erst der Beginn eines Alkoholexzesses ist.

Freizeiten. Eine Zeit, um Gemeinschaft zu haben, weit weg von zu Hause. Die Zahl derer, die auf Freizeiten ihren Alkohol mitnehmen ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Diagnose Alkoholvergiftung. Die Ärzte bringen häufiger als je zuvor Kinder ins Krankenhaus. Meist sind die Patienten um die 15 Jahre. Koma saufen – der Neue Jugendtrend?

„Alkohol ist nach wie vor das Suchtmittel Nummer eins bei jungen Menschen“, sagt Prof .Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Die Berichte in der Zeitung, die Reportagen im Fernsehen machen mich traurig, erschüttern mich. Das war`s jetzt wohl mit einer wohlbehüteten Jugendzeit. Ist das wirklich die harte Realität in der die Teens und Jugendlichen leben? Herzlich willkommen im Jahr 2011.

Die BZgA hat erstmalig nach den Trinkmotiven der Jugendlichen in einer Studie zum Alkoholkonsum gefragt. Die Ergebnisse zeigen: Es sind vor allem soziale Faktoren, die den Alkoholkonsum von Jugendlichen beeinflussen. Sie trinken, um Spaß zu haben, Hemmungen zu überwinden.

Auch vor unseren Gemeinden macht diese Problematik keinen Halt. Oftmals wird Alkohol als ein Tabuthema behandelt, nach dem Motto: „Da brauchen wir nicht drüber zu reden“. „Ein bisschen Alkohol ist doch Genuss“. Richtig. Aber blöd, wenn der Genuss missbraucht wird und im Alkoholexzess endet. „Nur Spießer reden darüber“, könnte eine Reaktion auf die Thematisierung des Themas sein. Es wird schön belächelt und hinter dem Lächeln steht eigentlich die Einstellung „Lass, die mal reden. Das Leben in meiner Welt, bei meinen Kumpels aus der Schule sieht anders aus.“

Welche Alternative gibt es dieser Sehnsucht zu begegnen? Als Mitarbeiter in der Jugendarbeit stellt uns das vor eine neue Herausforderung. Wie können wir als Mitarbeiter Jugendlichen und Teens andere Möglichkeiten vorleben, um dieser Sehnsucht zu begegnen?

Was heißt es, wenn Jesus sagt: „Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“ Johannes 10,10

Fragen, die uns in der Jugendgeschäftsstelle beschäftigen und wo wir nach Antworten suchen. Welche konkreten Ideen hast du zu dem Thema? Wie können wir Jugendliche dort hinführen, dass Sie ihre Sehnsucht mit Jesus füllen?

Wir wünschen Dir selber den Mut, die Jugendlichen konkret in ihren Sehnsüchten zu begleiten, nachzufragen und das Thema auf den Tisch zu bringen, wenn es scheint zu einem Problem zu werden. Und wir möchten Dich herausfordern, Dein eigenes Verhalten zu reflektieren und Dir selber die Frage stellen, von wem oder was lasse ich meine Sehnsucht stillen?

Jesus sagt dir: „Ich bin für DICH gekommen, um DIR Leben in ganzer Fülle zu schenken.“ Wir wünschen Dir, dass dieser Zuspruch dir Mut verschafft, um der Sehn-SUCHT anders zu begegnen.

Antje Bockhacker
Teenagerreferentin