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Tuesday, 16. January 2018

Stundenentwurf zum Thema Medien

Ziel:
Die Teens sollen sensibel werden für den eigenen Umgang mit dem PC/ Medien. Gemeinsam wollen wir nach verschiedenen Möglichkeiten suchen, wie konkrete Schritte für den Umgang mit der  „Medienwelt“ aussehen können.

 

Material:

  • Harte Fakten- Aussagen
  • Stoffbeutel
  • Farbchips

Einstieg:
Auf den Tisch werden einige Fakten [1]
gelegt, die jeder Teilnehmer (TN) für sich durchliest. Die TN sollen die Thesen unter folgender Fragestellung lesen:

  • Welche Reaktion ruft das bei dir hervor?
  • Was für Fragen wirft das bei dir auf?

Austausch über die harten Fakten!
Ideen für Gesprächsfragen:

  • Was ist dir davon bekannt?
  • Hast du eine Person vor Augen, die in eine „Kategorie“ fällt?
  • Welche Gefühle kommen da bei dir hoch? Macht es dich aggressiv, betroffen, fühlst du dich dazugehörig?

// Wichtig für dich als MA: Selber bei diesem Thema offen sein und das „Eis brechen“, wenn sich niemand traut etwas zu sagen //

 

Vertiefung:

1. Veränderung- Wie?

  • Wie hat das Internet dein Leben verändert? Wie hat der Computer dein Leben verändert?
  • Wo hat das Internet, der PC dein Leben geschädigt oder neg. Veränderung herbeigeführt?

Dein Tagesablauf
Jeder Teilnehmer schreibt seinen Tagesablauf in einigen Stichworten auf. Die Jugendlichen haben jetzt die Aufgabe, ihren Tagesablauf darauf hin zu checken, wo und wie das Internet eine Rolle spielt?!

 

Gemeinsam
Aus den einzeln gesammelten Tagesabläufen versucht der Leiter ein Gespräch zu entwickeln.

  • Wo und in welcher Form beeinflusst euch das Internet?
  • Tragt positive und negative Veränderungen zusammen z.B. onlinebanking, amazon, Bestellungen, schnell Rezepte nachschlagen…

Vielleicht kommt auch schon etwas in Bezug auf Gemeinschaft, Kontakte…

2. Gott und Gemeinschaft

Input des Leiters

Gott mag Gemeinschaft. Er hat uns Menschen dazu geschaffen in Beziehungen zu leben. Gott selbst sucht Gemeinschaft mit uns. Er schenkt uns aber auch Gemeinschaft mit anderen Christen.

  • Hier kann der Leiter auch gerne ein persönliches Erlebnis mit Gemeinschaft erzählen.

 Frage an die TN

  • Wo siehst du Möglichkeiten „Gemeinschaft“ als Christen übers Internet zu leben?

3. Privacy - Eigenes Hinterfragen

Input des Leiters

Alles was wir tun (und lassen) soll Gott dienen. Das wünsche ich mir als jemand der Jesus nachfolgt. Das schließt den Bereich des Internets mit ein, denn darin verbringe ich einen Großteil meiner Zeit, es beeinflusst meine Gedanken. Deshalb ist es wichtig, mein eigenes Handeln zu hinterfragen und mich auch kritisch schwierigen Fragen zu stellen.

 

Privacy
Es werden brisante Aussagen vorgelesen auf die jeder Spieler ehrlich antwortet. In einen Stoffbeutel wirft man verschieden farbige Steine für zutreffend oder nicht zutreffend hinein, so dass es niemand anderes aus der Gruppe sieht (Augen schließen). Man kann daraus auch ein Spiel machen, in dem jeder vorher tippt wieviel rote, bzw. blaue Steine am Ende drin liegen.
Hier einige Aussagen:

  • Ich verbringe mehr als 2 h täglich im Internet
  • Ich bin der Meinung, wer noch nie in einem Onlineportal war ist „out“
  • Wenn ich schlecht drauf bin, geh ich ne Runde PC zocken
  • Ich Kaufe mindestens einmal die Woche online ein (amazon…)
  • In meiner „Gilde“ habe ich wichtigere Freunde als im realen Leben
  • Ich habe mir schon mal ein pornografisches Video angesehen
  • Ich poste regelmäßig die neuesten Bilder von mir im Internet
  • Wenn ich am PC zocke, vergesse ich die Welt um mich herum

Es erfolgt ein Austausch über die „Bewertung“ 

 

4. Hilfe – und jetzt?
Wie können wir uns gegenseitig unterstützen mit PC und Medien verantwortlich umzugehen?

  • sucht nach geeigneten Möglichkeiten in eurer Kleingruppe
  • wichtig: das Gespräch mit vertrauten Leuten!
  • Rechenschaftspartner: x3watch.com

5. Abschluss:
„Sprecht Gelübde und erfüllt sie dem HERRN, eurem Gott, alle, die ihr rings um ihn her seid.“
Ps. 76,12

  • Der KG-Leiter erläutert den Sinn und Zweck eines Gelübdes
  • Möglichkeiten:
  • Jeder schreibt für sich ein Gelübde auf

Immer 2 Personen sprechen sich gegenseitig ein Gelübde vor z.B.

  • „Ich werde meine Energie nicht in der virtuellen Welt verpuffen lassen, sondern meine Gaben in der realen Welt einsetzen.“
  • „Ich werde keine Eins- zu –eins- Beziehung über das Internet haben, außer mit der Person, mit der ich in einer Beziehung stehe.“

Harte Fakten:

  • Der durchschnittliche Jugendliche surft 134 Minuten im Internet. Bei dieser Generation spricht man bereits von „Digital Natives“
  • Onlinesucht: 3-7% der Internetuser sind süchtig (über 10 h täglich) : Onlinespiele, Pornografie, Chat
  • Tausende Schüler sind computersüchtig. Das ergab eine Studie am KriminologischenForschungsinstitut Niedersachsen. Jungen verbringen an Schultagen im Schnitt 130 und an Wochenendtagen 167 Minuten vor dem Computer. 14000 Jugendliche in der 9.Klasse sind im medizinischen Sinne süchtig, 23.000 weitere gefährdet.
  • Cyber Mobbing hat in den vergangen Jahren deutlich zugenommen. Es kommt in allen Schulstufen – und –formen vor, verstärkt jedoch bei 12-bis 17-jährigen Gymnasiasten.
  • Die Zahl der Onlinespieler ist, laut F.A.Z. innerhalb von neun Monaten von 1,5 Millionen auf sechs Millionen weltweit angestiegen; in Deutschland geht Spielefachmann Hoeschen von einer halben Millionen Spielern aus. Zu beachten ist dabei ein hohes Suchtpotential, das speziell Onlinespiele mit sich bringen können.
  • Viele Spieler sitzen den ganzen Tag spielend vor dem Computer und unterbrechen dies auch während ihrer Arbeitszeit nicht.
  • 10% der Jugendlichen unter 15 Jahren haben im industrialisierten Westen bereits sexuelle Kontakte über das Internet gesucht und gefunden.
  • 372 Millionen Websites besitzen pornografische Inhalte. Das sind 12 % aller Seiten im Internet.



[1]  Hier haben wir jetzt keine Beispiele genannt, da sich die Aktualität so schnell ändert.