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Tuesday, 16. January 2018

Facebook in der Jugendarbeit

Fast jeder zweite deutsche Jugendliche nutzt das Internet vorwiegend zur Kommunikation. Mit über 800 Millionen Usern ist Facebook das weltgrößte soziale Netzwerk. Und schätzungsweise 2 von drei Jugendlichen in unseren Teen- und Jugendkreisen sind Mitglied bei Facebook oder in mindestens einer anderen Community. Für die junge Genration ist es völlig normal, sein Leben mit dem Rest der Welt zu teilen. Postings, Bilder, „Gefällt-mir-Klicks“ oder Chatnachrichten. Wer schon nur zwei Tage nicht online war, weiß heute nicht mehr was den Rest der Clique beschäftigt. Die sich verändernden Kommunikationswege von Jugendlichen haben auch Auswirkungen auf Jugendarbeit. Wie bei vielem gilt auch hier: Der Mittelweg ist entscheidend.

 

1.      Klar ist: Wir müssen sein, wo unsere Jugendlichen sind. Als Mitarbeiter der mittelhessischen Kreisjugendarbeit ist es für mich unabdingbar, Teil der Community zu sein. Ich muss wissen, was meine Jugendlichen bewegt, wie, mit wem und worüber sie reden. Teil einer Online-Community zu sein lässt mich am täglichen Leben meiner Jugendgruppe teilhaben.

2.      Jeder Betrieb, der etwas verkaufen möchte wird bestätigen, dass ein Artikel um einiges öfter über den Ladentisch geht, wenn er in irgendeiner Weise in Social Networks auftaucht. Jeder Youtube-Link bekommt das Vielfache an Klicks. Facebook  ist ein lukratives Geschäft für alle Werbekunden. Und auch christliche Jugendarbeit kann dieses nützliche Werkzeug nutzen. Mit Bilder, Videos, Postings und persönlichen Einladungen zu Events und Gottesdiensten. Kurz, prägnant, verlinkt und multimedial sind hier Erfolgsgaranten.

3.      Nicht alles ist Gold was glänzt. Facebook und Co sind toll und bieten uns viele, scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten. Aber auch Gefahren. Denn sie haben kein Gewissen, keine Werte und keine Prinzipien. Der Trend zeigt: Jugendliche stellen immer häufiger Fragen im Internet. Unbeobachtet und anonym. Aber im Netz ist es kein Problem z.B. zu Themen wie „Sex vor der Ehe“ Antworten in alle Richtungen zu bekommen, die von wem auch immer sogar theologisch plausibel erklärt werden. Hier gilt oft das Prinzip „Gefällt-Mir“: Ich suche mir einfach die Antwort raus, die mir am besten gefällt und schon ist Sex vor der Ehe ok! Unsere Jugendlichen brauchen ehrliche, theologisch fundierte und deutliche Antworten auf ihre Fragen. Jugend- und Teenkreise und vor allem die Mitarbeiter müssen mehr denn je einen geschützten Raum für diese Fragen und Probleme bieten und klare christliche Werte vorleben.

Der Schlüssel liegt in der Kommunikation mit den Jugendlichen und Teens. Aufklären, begeistern und die Vorzüge von echten realen Treffen in Jugend- und Teenkreisstunde aufzeigen, die Risiken ansprechen und Facebook und Co immer nur als Ergänzung sehen!

Stefan Petersen
FeG Mittel-Hessen-Kreis