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Tuesday, 16. January 2018

Der Talkcheck

Im Talkcheck wurdet Ihr ermutigt, immer wieder bewusst Zeit mit Gott zu verbringen.
Nur durch das Lesen der Bibel können wir Gott besser kennenlernen. Wir lernen dadurch die Bibel besser kennen, es schafft eine engere Beziehung zu Jesus und es gibt uns Kraft für unseren Alltag mit all seinen Freuden und Herausforderungen.

Als Einstieg kannst Du z. B. Deinen Teens und Jugendlichen eine persönliche Erfahrung von Dir erzählen, wie Du Deine Zeiten mit Jesus lebst, füllst und gestaltest. Frage, ob die Teens und Jugendliche auch schon positive Erlebnisse gemacht haben.
Oder ob sie die Lust am Bibellesen verloren haben?

Nehmt Euch doch als Teen- und Jugendkreis einmal einen Abend bewusst Zeit, um Jesus zu begegnen. Tauscht Euch anschließend aus, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und schließt den Abend mit einer Gebetsgemeinschaft oder einem Lobpreisteil ab.

Gerne möchte ich Euch ein paar praktische Tipps bzw. Ideen zur Gestaltung vorstellen. Sucht die Varianten aus, die in Euren Möglichkeiten stehen und zu Eurer Gruppe passen.

Und nun viel Spaß und Gottes Segen beim „Talkcheck“:

Lieber Jesus...

Schreibe in der nächsten Zeit ein „Stille-Zeit-Tagebuch“ mit allem, was Dir in Deiner Stillen Zeit wichtig wird.
Hier ein paar Fragen zur Anregung:

  • Was sagt der eben gelesene Bibelvers aus?
  • Wie lässt er sich auf mein Leben anwenden?
  • Wie kann ich ihn heute anwenden?
  • Wer braucht diese Aussage ebenso wie ich?
  • Wie empfinde ich das, was ich gelesen habe?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich über mein Leben nachdenke?
  • Welche Hoffnungen und Träume habe ich?
  • Was erwarte ich von Gott? Ist das biblisch?
  • Was kann ich von den Menschen, die in der Bibel beschrieben werden, lernen?
  • Was habe ich für Gebetsanliegen auf dem Herzen?

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sich der Inhalt der Einträge entwickelt. Du kannst nach einiger Zeit schauen, ob Gott Deine Gebetsanliegen erfüllt hat und sie abhaken.

Eine angemessene Haltung

Vielleicht ist es für Dich eine neue Erfahrung mal in einer anderen Gebetshaltung vor Gott zu kommen. Wer in einer neuen Haltung betet, die ihm nicht vertraut ist, ändert damit nicht nur seine Körperhaltung, sondern oft auch sein Herz.

Hast Du schon einmal kniend gebetet, oder mit erhobenen Händen, wenn Du Gott lobst? Oder Dich vor Ehrfurcht auf den Boden gelegt?

Kennst Du schon diese Gebetshaltung – wenn Du Gott etwas abgibst halte doch mal Deine geöffneten Handflächen nach unten, zum Zeichen, dass Du Gott Deine Last abgibst.

Um von Gott etwas zu empfangen drehe Deine offenen Handflächen nach oben gen Himmel und zeige damit Gott Deine Bereitschaft, von ihm etwas zu empfangen.

In der Natur Gottes Kraft neu entdecken

Wenn Du Gottes Kreativität und Macht SEHEN möchtest, mach doch einfach mal einen Spaziergang durch seine wunderbare Schöpfung. Nimm in dieser Zeit bewusst Kontakt mit dem Schöpfer auf und danke ihm für alles was Du siehst und nicht begreifen kannst…

Oftmals geht uns das Gespür und die Wahrnehmung für Gottes einzigartige Schöpfung im Stress unseres Alltages verloren.

Ein Lied in meinem Herzen

Wie wäre es mit einer Stillen Zeit mit Musik?

Schnapp Dir Deine Gitarre oder ein anderes Instrument, welches Du beherrschst und singe ein paar Lieder zur Ehre Gottes.
Schreibe Dein eigenes Lobpreislied. Dies kann auch eine bekannte Melodie mit Deinem eigenen Text sein.
Wenn Du, wie ich, kein Instrument für diesen Zweck beherrschst, leg Dir einfach eine gute Lobpreis-CD ein und singe den Text bewusst mit. Achte gezielt auf den Text und die Aussage, die in den Liedern stecken.

Was mag sich der Sänger / die Band beim Schreiben des Liedes wohl gedacht haben? Was ist in seinem Leben passiert?

Von Herz zu Herz mit Gott reden

Vielleicht brauchst Du mal eine neue Sicht von Gott. Eine neue Art, wie Gott zu Dir sprechen kann. Vielleicht brauchst Du einen neuen Zugang, eine Abwechslung zum Lesen der Bibel, so dass Gott auf einem anderen Weg zu die sprechen kann.

Eine Hörbibel – kannst Du teilweise kostenlos im Internet runterladen, ein Video, oder einer DVD, die ein Buch oder das Leben einer Person aus der Bibel wiedergibt, oder ein Hörspiel über biblische Geschichte, sind eine gute Abwechslung.

Dadurch bekommst Du oft nochmals auf eine ganz neue Art und Weise Zugang zum Text, zu Gottes Wort.

  • Akt eins – Szene eins!
    Hast Du schon einmal versucht Deinen eigenen Psalm an Gott zu schreiben. In der Bibel gibt es unterschiedliche Arten von Psalmen (in der Klammer steht, was sie für eine Bedeutung haben):
  • Lobpreispsalmen (Lob und Preis Gottes für das, was er ist und was er getan hat)
  • Bußpsalmen (Sündenbekenntnis; Bitte zu Gott um Gnade und Vergebung)
  • Rachepsalmen (Bitte an Gott, seine Feinde und/oder die Feinde seines Volkes zu bestrafen)
  • Weisheitspsalmen (Allgemeine Betrachtung über das Leben, vor allem über Gott und unsere Beziehung zu ihm)
  • Klagepsalmen (Bringen das Elend des Psalmbeters vor Gott; sie gliedern sich meist in die eigentliche Klage, ein Dennoch des Gottvertrauens und einen abschließenden Lobpreis)

Kannst Du Deine Lieblingspsalmen oder Bibelstellen und - passagen auswendig? Wenn Du sie auswendig lernst, sind sie Dir in Deinem Leben oft ein guter Zuspruch in schwierigen Lebenslagen oder –situationen.

Füge doch in die Psalmen oder Bibelstellen, da wo es passt, mal Deinen Namen ein. Dann bekommt es noch mal eine ganz neue Bedeutung.

Brief schreiben:

Schreibe Deinem Leben betreffend Gott einen Brief.

  • Was möchtest Du in den nächsten drei bis sechs Monaten erreichen?
  • Was möchtest Du von Gott lernen?
  • Wie willst Du Dich verändern und innerlich reifer werden?
  • Welche Fragen hättest Du gerne einmal von ihm beantwortet?

Steck den Brief anschließend in einen Briefumschlag und gib ihn einem guten Freund / einer guten Freundin und lass ihn Dir zu einem von Dir bestimmten Zeitpunkt wiedergeben.
Oder leg ihn Dir selbst, versehen mit einem bestimmten Datum, in Deine Bibel oder Deine Schublade und öffne ihn erst an genau diesem Tag! Hol also Dein Briefpapier hervor und schreibe Dir alles von Deiner Seele.

Herzensfragen:

  • Was würdest Du Gott fragen, wenn Du in den Himmel kommst? Schreibe in Deiner Stillen Zeit mal Deine Fragen auf, die Du von ihm beantwortet haben möchtest.
  • Über welches Gebiet möchtest Du mehr wissen?
  • Schreibe auch Deine Wünsche auf!
  • Wörter die Du nicht verstehst (Eschatologie (Endzeitgeschichte), etc.).
  • Vielleicht machst Du Dich ja schon einmal selbst auf die Suche nach Antworten mit Hilfe von Lexika, Konkordanz oder anderen Studienbüchern. Frag doch mal bei Deinen Eltern oder Deinem Pastor nach, er kann Dir sicherlich das ein oder andere Buch geben, oder vielleicht sogar persönlich Deine Fragen beantworten.
  • Denk auch mal über Fragen nach, die von Leuten gestellt werden können, die Jesus noch nicht kennen. Schreib Dir solche Fragen auf und such dann in der Bibel nach Antworten. So bist Du für die Situation gerüstet, wenn Du mit fragenden Menschen ins Gespräch kommst.

Hör nicht auf zu fragen…

Verschiedene Übersetzungen:

Manchmal werden manche Bibelstellen, die wir immer wieder lesen, so geläufig, dass sie uns gar nicht mehr ansprechen. Aber Gottes Wort ist lebendig!
Schlag doch mal in Bibelübersetzungen nach, die Du nicht so regelmäßig zur Hand nimmst und freu Dich an den neuen Erkenntnissen, die Dir diese Übersetzung bietet.

Stille:

Oft vermissen wir Gott in unserem Alltag. Handy, MP3-Player, Computer und andere Dinge halten uns auf Trapp.

„Werde ruhig vor dem Herrn und warte gelassen auf sein tun.“ Psalm 37,7

Suche Dir immer wieder Orte der Stille, an denen Du wirklich von nix abgelenkt wirst.
Leg Dich auf eine Wiese und beobachte den Himmel und die Vögel in der Luft, oder setz Dich an einen Bach und hör dem plätschern des Wassers zu.
Genieß einfach mal die Ruhe, die wir auch in der heutigen Zeit noch an manchen Orten erfahren können.
Oft sind dies die besten Zeiten mit Gott, weil wir von keiner Sache abgelenkt werden.
Wenn wir Zeit in der Natur verbringen oder wenn unsere Seelen zur Ruhe kommen, stimmen sich unsere Herzen auf die Gedanken Gottes ein. In der Stille kommen oft existenzielle Fragen aus der Tiefe empor.

Ruhe kann in der hektischen Zeit so wohltuend sein – genieß es!

Gebetskalender:

Entwirf Deinen eigenen Gebetskalender. Was gibt es für „Rubriken“ für die Du beten kannst? Familie, Freunde, Eltern, Gemeinde, Schule, Lehrer, Missionare, eigene Anliegen wie Zukunftspläne und Entscheidungen.

Mach Dir einen Gebetskalender, der Dir Wegweiser ist.
Dieser ist natürlich auf Aktualisierung von Deiner Seite angewiesen.

Go out, see and pray:

Mach einen Spaziergang durch Deine Stadt. Geh mit offenen Augen durch die Straßen und bete für alle Dinge die Du wahrnimmst. (Menschengruppen, Einrichtungen und Gebäude, Natur, etc.) Bleibe dazu kurz stehen und konzentrier Dich darauf.

Geschenk für Gott:

Überleg Dir doch einmal, was Du Gott im nächsten Jahr „schenken“ möchtest?
... eine Spende für eine Organisation, die Du von Deinem Taschengeld oder Deinem Verdienst zur Seite legst?

Möchtest Du gerne hilfsbedürftigen Leuten helfen? (Du könntest älteren Leuten aus Deinem Bekanntenkreis oder der Gemeinde Deine Hilfe anbieten).
Bedank Dich bei Leuten, die Dir im Glauben weitergeholfen haben (Kindergottesdienst- Jungschar- oder Teenkreisleiter) mit einem anonymen Geschenk für sie. (kannst natürlich auch Deinen Namen dahinter schreiben. Die Verwunderung beim Empfänger ist jedoch größer, wenn sie nicht wissen, wer der Absender ist.

Gebetsfrühstück:

Treff Dich mit Deinen Freunden regelmäßig an einem bestimmten Tag in der Woche zum Gebetsfrühstück.
Hier könnt Ihr Gebetsanliegen austauschen und gemeinsam dafür beten und anschließend noch gemeinsam frühstücken.

 

Manuel Huser